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Das Werk des Schweizer Regisseurs Marcel Gisler erzählt glaubwürdig fm96sportradio feinfühlig die Geschichte eines jungen Perspektivspielers, der sich in einen Teamkollegen verliebt. Und das wird sich so schnell nicht ändern.

Das zeigt dieser Film in seiner ganzen authentischen Härte. Sei gerne schwul, aber lass es niemanden wissen. Fußballszenen, die laut dem Regisseur so lange wiederholt wurden, bis der Kopfball saß. Aber auch alle Nebenrollen sind sehr gut besetzt. Jessy Moravec spielt die beste Freundin von Mario und ist dafür zu recht mit dem Schweizer Filmpreis ausgezeichnet worden. Im Film sind Aufnahmen aus dem Spiel gegen Sandhausen 2017 zu sehen, die geschickt mit einem fiktiven Spiel kombiniert wurden. Doch auch in diesem unseren Verein erwartet Mario kein Happy End.

Im Cinemaxx saßen auch unsere Profis und waren danach auch bei der Premierenfeier in einer Bar unter den Gleisen am Dammtorbahnhof. Ich hätte sehr gerne in einige der Köpfe hineingeschaut, fand es aber indiskret, direkt nachzufragen. Andreas Rettig brachte Marcel Gisler zur Premiere die St. Ob und wie dieser Blog gegebenenfalls von anderen Personen aus der Redaktion fortgeführt wird, wird die Zeit zeigen. Zumindest für den ÜS-Blog in seiner neuen Form. Und auch für mich selbst als Mitglied beim Übersteiger. Zumindest für mich ist das eine ziemlich aufregende Sache, meine Gedanken hier zu virtuellem Papier bringen zu können.

Große Fußstapfen, aber ich freu mich drauf und über Feedback und deswegen keine weitere Vorrede. Na gut, eines noch vorneweg: Ich werde mich in den folgenden Zeilen auf das Sportliche konzentrieren. Zu sämtlichen Derbybegleiterscheinungen, ob im Vorfeld, kurz vor Anpfiff, währenddessen und danach,  gibt es viele fantastische Blogs rund um den magischsten aller FCs, die einen bedeutend besseren Einblick in diese Thematik haben als ich und die sich bereits geäußert haben oder es sicherlich noch tun werden. Was also aus sportlicher Sicht tun mit diesem 0:0 im Volkspark? Kurzer Blick zurück auf den vergangenen Freitag, 21. Der HSV steht mit 12 Zählern an der Spitze der Tabelle, St. Pauli hat sein letztes Spiel 1:3 in Aue verloren und darf seine Qualitäten als Aufbaugegner in Ingolstadt beweisen.

Hätte mir zu diesem Zeitpunkt jemand ein Remis im Derby angeboten, ich hätte wohl ohne viel Zögern zugesagt. Zu löcherig damals unsere Abwehr, zu inkonstant unsere Offensive. Die gesamte Spieldauer über war beiden Mannschaften anzusehen, dass sie ein Gegentor um jeden Preis verhindern wollten. In gewisser Weise setzten beide Mannschaften dadurch einen Trend fort: Der HSV kassierte zuvor fünf Gegentreffer gegen Regensburg, spielte danach 0:0 gegen Fürth und setzte erst mal auf defensive Stabilität. Trotzdem hätten die Boys in Brown in den letzten Minuten die Partie noch für sich entscheiden können, vielleicht sogar müssen und genau deswegen bin ich sicherlich nicht der Einzige, der nach dem Spiel erst mal ein wenig hadern musste, bevor er sich freuen konnte.